Sascha's "roter Fleck"









21.12.2011
Saschas Merkmal ist schon eine ganze Weile nicht mehr zu sehen. Es wurde langsam immer heller und ist nun nur noch zu erahnen.
Sascha selbst kann sich gar nicht mehr erinnern, dass er da mal was hatte.
Sehr häufig werden wir gefragt, was Sascha da für einen roten Fleck am Handgelenk hat.
Nein, es ist kein "Tattoo" damit wir unsere Jungs auseinanderhalten können - obwohls für viele die es sonst nicht können (inkl. Papi), schon ein recht gutes Merkmal ist ;-)
Für alle, dies noch nicht wissen: Es handelt sich hier um ein Blutschwämmchen das bei Sascha ca. 10 Tag nach der Geburt "erschienen" ist.
Hier noch eine "offizielle" Erklärung aus Wikipedia:
Ein Hämangiom (auch Blutschwämmchen oder Erdbeerfleck) ist ein embryonaler Tumor mit Endothelproliferation und sekundärer Ausbildung von Gefäßlumen. Typischerweise sind Hämangiome bei Geburt noch sehr klein und nehmen dann in manchen Fällen (ca. 10 Prozent) vor allem im ersten Lebensjahr deutlich an Größe zu. Einige Formen treten nach dem 3. Lebensjahrzehnt auf.
Herkunft
Die Herkunft der infantilen Hämangiome ist unbekannt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Gefäßwand-Zellen der kapillären Gefäße eine gewisse Übereinstimmung mit der Plazenta in ihrer Expression von Genen aufweisen. Das selbstlimitierende Wachstum der Hämangiome könnte daher die eingeschränkte Wachstumszeit einer Plazenta widerspiegeln.
Form, Verlauf und Therapie
Das kapilläre Hämangiom (lat. Haemangioma capillare) ist auf der Haut eine hellrote erhabene Gefäßanomalie. Das kapilläre Hämangiom ist mit einer auf 200 Geburten recht häufig und meist angeboren. Es wächst in der Regel in den ersten Lebensmonaten. Mehr als 70 Prozent der kapillären Hämangiome verschwinden bis zum 10. Lebensjahr fast vollständig. Befindet sich das Hämangiom im Gesicht oder im Ano-Genitalbereich, sollte eine frühzeitige Therapie erfolgen, ansonsten bei eindeutiger Wachstumstendenz. Leider lässt sich nicht vorhersagen, ob ein kapilläres Hämangiom bösartig entarten wird, die Geschwindigkeit ist dann aber rasant und kann sich großflächig darstellen. Grundsätzlich kann man empfehlen, einer frühzeitigen Therapie der Hämangiome den Vorzug gegenüber der "wait and see" Strategie zu geben. Die Therapie erfolgt mit Hilfe von Lasertherapie, mit Kryotechnik (Kältetherapie), bei sehr großen kapillären Hämangiomen erfolgt eine Behandlung mit Steroiden , Chemotherapeutika und seit neuestem auch mit ß-Blockern (Propranolol). Die chirurgische Intervention bleibt Einzelfällen vorbehalten.
Saschas Blutschwämmchen ist nun schon länger nicht mehr gewachsen, weshalb es auch nicht behandlet werden muss. Mittlerweile wird es von innen her schon wieder heller, was auf eine beginnende "Rückbildung" schliessen lässt.
Für alle Kinder, die jeweils ganz besorgt sind: Ein Blutschwämmchen tut nicht weh :-)

