2. Stillen und Ernährung

Warum das Stillen so gut für Ihr Baby ist
Muttermilch ist ständig verfügbar, bestens temperiert, keimfrei und vollgepackt mit Abwehrstoffen und Nährstoffen. Stillen spendet gleichzeitig Nähe, Wärme und Vertrauen - die Bindung zwischen Mutter und Kind wird intensiviert.
Stillen Gleich nach er Geburt möchte jede Mutter nichts anderes als ihr Baby in den Arm zu nehmen, es zu liebkosen, zu streicheln und zu fühlen. Dem Baby geht es dabei nicht anders: Das Bedürfnis nach Zuwendung und Zärtlichkeit ist ureigenster Instinkt - so wie die Suche nach der Brustwarze der Mutter und der angeborene Saugreflex. Der Körper der Mutter hat sich schon längst, während der gesamten Schwangerschaft auf diesen einen, besonderen Moment eingestellt. Durch die Hormonumstellung produziert die Brust der Frau alles, was das Neugeborene zum Glücklichsein braucht.
  • Vermeiden Sie zu viele Besucher in den ersten Wochen
  • Jedes Kind und jede Mutter ist anders - achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Babys und richten Sie sich nicht nach der Uhr. Auch Ihr Baby hat seinen eigenen Rhythmus.
  • Stillen in der Nacht ist normal - gönnen Sie sich daher auch tagsüber einen Erholungsschlaf
  • Oft fühlen sich Männer durch die enge Mutter-Kind-Beziehung ausgeschlossen. Binden Sie Ihren Partner in die Betreuung und Babypflege mit ein. Der Vater lernt dabei sein Kind besser kennen und baut von Anfang an einen engen Kontakt zu ihm auf, indem er es herumträgt, wenn es weint oder unruhig ist.
  • Trinken Sie ausreichend und essen Sie abwechslungsreich.
  • Glauben Sie an sich und Ihre Fähigkeiten.
  • Nehmen Sie jede Hilfe für den Haushalt an.
  • Auch wenn ein Kind nur kurz gestillt werden kann, profitiert es davon.
  • Wenn Sie Fragen haben oder sich unsicher fühlen, wenden Sie sich an eine Stillberaterin. Kontakte finden Sie unter: www.lalecheliga.at
Schon seit dem Beginn der Schwangerschaft bereiten sich die Brüste auf das Stillen vor. Es ist das Neugeborene, welches durch das Saugen der Brustwarzen dem Gehirn seiner Mutter «den Befehl» zum Einsetzen der Milchproduktion erteilt. Und je mehr es an der Brust saugt, desto besser stehen die Chancen für eine reichliche Milchproduktion.


Die richtige Position
Finden Sie die richtige Position für sich und für Ihr Baby. Setzen Sie sich aufrecht hin, den Rücken durch ein Kopfkissen gestützt, die Beine angewinkelt, die Füsse nach Möglichkeit auf einer Fussstütze. Wenn Sie das Baby halten, sollten Sie den Arm auf eine Armlehne oder mehrere Kissen stützen, damit er während der Mahlzeit nicht ermüdet. Der Kopf des Babys ruht in Ihrer Armbeuge, Ihre Hand stützt seinen Po. Sein ganzer Körper ist Ihnen zugewendet.

 

  Mit Ihrer freien Hand bieten Sie ihm Ihre Brust an – den Daumen oben, und den Zeigefinger unten - und führen den Warzenhof an seinen kleinen Mund.
 
  Sie können das Kleine auch unter Ihren Arm nehmen, in dieser Position können Sie Ihr Baby während der Mahlzeit besser betrachten.
 
  Sie können Ihr Kind auch im liegen stillen. Legen Sie sich auf die Seite, die Beine für eine stabile Position angewinkelt; Ihr Kopf ruht auf einem Kopfkissen. Das Baby liegt neben Ihnen, ganz nah an Ihrem Körper. Legen Sie ihm als Stütze ein Kissen hinter seinen Rücken. Ein Wegrutschen wird so verhindert.


Die Dauer einer Mahlzeit
Ihr Baby wird genau soviel trinken, wie es braucht. Machen Sie sich keine Sorgen: lassen Sie es seinen Rhythmus finden, es wird aufhören zu saugen, wenn es gesättigt ist. Häufig wird es sogar an der Brust einschlafen. Während des ersten Monats ist das Stillen oft ein wenig langwierig und dauert meist 30 bis 45 Minuten. Manche Babys sind schnell, andere etwas langsamer. Aber für alle ist es ein lustvolles Erlebnis, eng an die Mutter geschmiegt zu sein, ihre Wärme zu spüren und nach Herzenslust zu saugen. Seien Sie nicht zu streng, bleiben Sie einfach verfügbar. Später wird eine Mahlzeit dann nur noch ungefähr 15 bis 20 Minuten dauern, etwa 10 Minuten an jeder Brust.