Informatives rund ums Baby

Baby Blues:
 
Das Baby ist da und mit ihm die pure Freude. Doch nicht alle Mütter können das Glück über den neuen Erdenbürger auch wirklich genießen.

Jede 10. Frau macht nach der Geburt einen wahren Horrortrip durch.
Eine leichte Depression nach der Geburt ist eigentlich normal, wenn sich jedoch diese leichte Depression in eine Wochenbettpsychose oder eine schwere Depression verändert, sollte die junge Mutter professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. 
Die Auswirkungen von Baby Blues, die nachgeburtliche (postpartale) Depression ist nicht nur für die Mutter und alle Familienmitglieder sehr belastend, sie kann auch schwerwiegende fatale Folgen haben.
Da die betroffenen Frauen dieser schweren Depression hilflos ausgeliefert sind, hat es schon Fälle gegeben, in denen Mütter Ihr Neugeborenes getötet haben.
In den Zeitungen liest man oft auch über den sogenannten erweiterten Suizid: Das bedeutet, dass eine Mutter sich und Ihr Kind tötet. Das sind natürlich extreme Fälle- doch auch bei der leichteren Variante dieser Depressionen (Baby Blues) wird das Leben für die Mutter und die Familie zur Quälerei.   Bei jeder Frau äußert sich diese Depression anders:
Die eine weint hemmungslos und ohne Grund, obwohl sie eigentlich über die Geburt Ihres Kindes glücklich ist. Eine andere mag das Gefühl haben, Ihr Kind sei ihr völlig fremd und sie sei der Situation nicht gewachsen. Andere Frauen wiederum reagieren mit zwanghaften Handlungen, wie zum Beispiel Putzsucht.   Die UrsachenDas große Heulen tritt bei etwa 25% aller jungen Mütter auf.
Wissenschaftler vermuten, dass diese depressive Verstimmung durch den extrem hormonellen Umschwung nach der Geburt verursacht wird. Hiergegen kann jedoch vorgebeugt werden: Wenn die Frau das Hormon Protesteron einnimmt, kann in den meisten Fällen die depressive Stimmung vollkommen vermieden werden. Die Behandlung sollte unmittelbar nach der Geburt begonnen werden und vor allem, bevor die Symptome sich zeigen.   Die WochenbettpsychoseDie Wochenbettpsychose geht einher mit akuten Verwirrtheitszuständen, in denen die betroffene Frau hin- und herschwankt zwischen heftigen Glücksgefühlen und panischer Angst. Sollte diese schwere Form einer Depression auftreten, ist meistens eine medikamentöse Behandlung in einer Klinik erforderlich.
Die Frauen, die betroffen sind, verlieren oftmals jeglichen Kontakt zur Realität. Sie haben das Gefühl, nicht mehr sie selbst zu sein und lehnen auch in manchen Fällen Ihr Kind vollständig ab.   Postpartale Depression10-15% der Wöchnerinnen leiden an einer sogenannten nachgeburtlichen Depression.
Die Entstehung verläuft meistens unmerklich - und beginnt in den ersten Tagen nach der Geburt. Besonders nach einer anstrengenden Geburt werden die Frauen von Müdigkeit und Erschöpfung gequält. Sie leiden darunter, dass sie dem Kind gegenüber zwiespältige Gefühle haben. Auf der einen Seite sind sie glücklich, dass es endlich da ist, auf der anderen Seite zeigen sie dem Kind gegenüber Desinteresse. Dazu können auch Panikattacken, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen kommen. Die Ärzte empfehlen hier eine Psychotherapie und eventuelle die Unterstützung einer Selbsthilfegruppe.
In den meisten Fällen ist hier eine medikamentöse Behandlung von Vorteil. Tipps gegen Baby Blues Schlafen Sie ausreichend, legen Sie sich unbedingt auch tagsüber hin, wenn das Baby schläft. Aber stehen Sie morgens regelmäßig auf, ziehen Sie sich hübsch an und frühstücken Sie ausgiebig. Stehen Sie zu Ihrer Traurigkeit und verbergen Sie nicht , dass Sie erschöpft sind. Nehmen Sie sich selbst wichtig, nur so kann Ihr Partner Ihnen die nötige Unterstützung und Rücksichtnahme zukommen lassen. Teilen Sie sich Ihre Zeit gut ein und räumen Sie sich selbst jeden Tag Platz ein. Nutzen Sie diese Zeit zum Relaxen, um Ihre Freundin zu treffen, Musik zu hören etc. Licht ist wichtig. Gehen Sie an der frischen Luft spazieren, wenn es draußen hell ist. Sorgen Sie für ausreichend Beleuchtung in Ihrer Wohnung (organg-farbige Glühbirnen wirken Wunder!). Beachten Sie sehr genau, wann und wobei Sie sich wohlfühlen. Suchen Sie diese schönen Situationen und gehen Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse ein. Sprechen Sie Ihre negativen Gefühle aus. Es ist normal, sich auf der einen Seite über das Baby zu freuen und auf der anderen Seite traurig zu sein. Darüber zu sprechen ist für viele Frauen sehr hilfreich. Gehen Sie Besserwissern aus dem Weg und vor allem den Menschen, die versuchen, Ihnen wegen Ihrer Traurigkeit ein schlechtes Gewissen einzureden. Wenn Sie bereits vor der Geburt begonnen haben, sich ein Netzwerk zu schaffen, können Sie sich jetzt auf hilfreiche Hände verlassen. Bitten Sie ruhig einmal die Freundin um eine Stunde Babysitting oder um Hilfe im Haushalt, Sie geben doch schließlich auch, oder? Haben Sie kein schlechtes Gewissen, Ihr Baby auch einmal für einige Stunden zu vergessen. Engagieren Sie einen Babysitter und gehen Sie aus- allein, mit Ihrem Partner oder Ihrer Freundin.