Für Kinder mit Behinderung – Der integrative Kindergarten

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Für Kinder mit Behinderung – Der integrative Kindergarten

Integration ist ein wichtiger Punkt im Leben, mit dem Kinder möglichst früh vertraut sein sollten. Für Kinder mit Behinderung ist dies nicht immer ganz leicht, da Eltern oft schon bei der Suche nach einem passenden Kindergarten scheitern. Integrative Kindergärten setzen genau hier an, sind aber leider noch viel zu selten.

Integrative Kindergärten sind noch dünn gesät

Integrative Kindergärten muss man leider oft immer noch suchen wie die Nadel im Heuhaufen. Zwar werden solche Einrichtungen in der Gesellschaft immer mehr befürwortet, Eltern behinderter Kinder haben es dennoch nicht leicht, einen entsprechenden Kindergartenplatz für ihren Sprössling zu bekommen.

Vorteile für alle Beteiligten

Wie der Name verrät, geht es beim integrativen Kindergarten hauptsächlich um Integration. In der Praxis gestaltet sich das recht simpel. Kinder mit und ohne Behinderung besuchen den gleichen Kindergarten und werden unmittelbar miteinander konfrontiert. Die Verteilung von Kindern mit und ohne Behinderung kann allerdings von Kindergarten zu Kindergarten verschieden gewichtet sein. Grundsätzlich kann man aber damit rechnen, dass rund ein Drittel der Kinder eine Behinderung haben.
 
Solche Kindergärten sind natürlich für die Eltern eine gute Einrichtung, in erster Linie profitieren aber die Kinder davon. Hier können sie mit gleichaltrigen Kindern spielen und neue soziale Kontakte knüpfen – die Behinderung spielt gerade in solch einem Umfeld keine tragende Rolle mehr. Auch die Kinder ohne Behinderung profitieren. Sie lernen gezielt, «andere» Menschen nicht auszugrenzen, sondern hilfsbereit und tolerant zu agieren.

Gute Nachricht mit Nachteilen

Für Eltern von behinderten Kindern ist ein integrativer Kindergarten sicher eine gute Lösung. Die Tatsache, dass man solche Kindergärten immer noch sehr selten findet, macht die Problematik allerdings nicht einfacher. Findet man einen solchen Kindergarten, ist es aufgrund hoher Nachfrage gar nicht so einfach, einen Platz für seinen Nachwuchs zu bekommen. Zudem kann es sein, dass der nächste integrative Kindergarten recht weit entfernt ist und so lange Anfahrtswege in Kauf genommen werden müssen.

Fazit

Integrative Kindergärten sind eine hervorragende Einrichtung. Besonders behinderte Kinder profitieren davon, da sie hier ihr soziales Verhalten sehr gut entwickeln können und somit bessere Chancen in ihrem weiteren Leben haben. Kinder ohne Behinderung hingegen lernen ein positives soziales Verhalten, das mit Hilfsbereitschaft und Toleranz verbunden ist.

Nicht zuletzt profitieren auch die Eltern. Sie müssen nicht mehr das Gefühl haben, mit ihrem behinderten Kind «sitzen gelassen zu werden», sondern können es wie alle anderen Kinder zum Kindergarten bringen.
 
Text: Daniel D. Eppe