Die 33. Schwangerschaftswoche (33 SSW)lesenswert!

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Die 33. Schwangerschaftswoche (33 SSW)

Langsam wird es eng

In der 33. Schwangerschaftswoche ist das Baby rund 45 cm lang und wiegt fast zwei Kilo. Kein Wunder, dass es nicht mehr vollständig auf den Bildschirm des Ultraschallgerätes passt und nur noch ausschnittweise begutachtet werden kann! Der Weg ins Becken ist jetzt das Ziel, und die meisten Kinder haben sich schon längst von ihrer Ausgangslage – quer im Bauch oder mit dem Po nach unten – in «Reiserichtung» gedreht. Bis zur 36. Woche sollte die geburtsoptimale Schädellage erreicht sein, bei Kindern, die sich damit Zeit lassen, helfen oft Akupunktur und bestimmte Gymnastikübungen. Die Bewegungen werden insgesamt heftiger, aber dafür seltener. Viel Platz hat der kleine Turner ja auch nicht mehr. Wenn wieder einmal ein Füsschen mit voller Wucht gegen Mamas Rippen tritt, weiss die dafür ganz genau, dass jetzt wieder Dehnen und Strecken auf dem Stundenplan steht. Das Köpfchen ist zu diesem Zeitpunkt noch sehr formbar, die Schädelplatten sind nicht an allen Stellen fest miteinander verbunden. Diese offenen Fontanellen sorgen dafür, dass bei der Geburt kein Bruch entsteht, sondern der Schädel sich dem Becken etwas anpassen kann. In den ersten zwei Lebensjahren schliessen sie sich aber komplett.

Mission Schlaf

Speziell Erstgebärende unterschätzen oft den Störfaktor Bauch. Wie unbequem so ein Rundanbau an der Körperfront sein kann, bekommt Frau im letzten Schwangerschaftsfünftel dann aber deutlich zu spüren. Es ist gar nicht so einfach, eine dauerhaft bequeme Ruheposition zu finden. In der Rückenlage kann es zu Schwindelgefühl und Übelkeit kommen, weil der Bauchinhalt auf ein wichtiges Blutgefäss drückt. In der Seitenlage fühlt sich das Kind meist nicht lange wohl und fängt bald an, zu rumoren. Zu allem Überfluss ruhen sich die Babys gern tagsüber - sanft geschaukelt von Mamas Bewegungen – aus und sind dann zu später Stunde putzmunter. Stützkissen im Rücken und als Auflage für ein Bein sorgen jetzt für ein relativ entlastetes Liegen, warme Bäder machen bettschwer. Wer nachts partout zu wenig Ruhe findet, muss sich eben einfach tagsüber ein oder zwei Nickerchen gönnen. Es ist wichtig, jetzt die Kräfte zu sammeln, um sich nicht völlig übernächtigt und zerschlagen durch den Tag zu quälen. In ein paar Wochen wird man froh sein über jede Stunde Schlaf, die man bisher ergattert hat.
 
Text: Claudia Eichhorn