Die 30. Schwangerschaftswoche (30 SSW)lesenswert!

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Die 30. Schwangerschaftswoche (30 SSW)

Baby macht sich langsam bereit…

Ab der 30. Woche stellt sich auch das Kind langsam auf die Geburt ein. Es dreht und bewegt sich immer mehr in die eigentliche Geburtsposition - mit dem Köpfchen Richtung Becken. Die zart-schützende Lanugobehaarung bildet sich von nun an zurück und verschwindet bald gänzlich, dafür verdichtet sich das Kopfhaar. (Dieses kann allerdings nach der Geburt auch noch einmal komplett ausgehen - doch keine Sorge, kein Kind bleibt lange kahl.) Die Wahrnehmung des Babys wird immer sensibler, inzwischen unterscheidet es zwischen hohen, schrillen und tiefen, dunklen Tönen. Darauf reagiert es mit Hinwendung oder Wegdrehen, nach Lichtflecken wird manchmal schon gegriffen. Fast 1500 Gramm wiegt es jetzt bei 41 cm Länge, es wird von ungefähr 1 Liter Fruchtwasser umgeben.

…und Mama auch

Manchmal ziept es jetzt seitlich in regelmässigen Abständen. Das sind Senk- oder Vorwehen - die Gebärmutter "übt" für die Geburt und lenkt Babys Kopf weiter zum Becken hin. Ausserdem wird die Durchblutung angeregt, der Gebärmutterhals verkürzt sich schon ein wenig dabei. Glücklicherweise sind diese Wehen nicht wirklich schmerzhaft und auch nicht von langer Dauer. Dennoch machen sie deutlich: Es dauert nicht mehr sehr lange, bis die Dinge ihren unweigerlichen Lauf nehmen. Es kann nicht schaden, ab jetzt die Utensilien für die Kliniktasche zusammenzusuchen. Natürlich sind es noch zehn Wochen, aber manchmal geht es eben schneller - gut, wenn man dann vorbereitet ist. Auch wenn im Krankenhaus die nötigsten Dinge für Mutter und Kind bereitgehalten werden, möchte man auf gewisse Bequemlichkeiten nicht verzichten. Eine Garnitur Babykleidung, leichte Baumwollbekleidung (Oberteil eventuell zum Aufknöpfen), ein Still-BH und Stilleinlagen gehören unbedingt dazu. Persönliche Kosmetikartikel und extra weiches Toilettenpapier sorgen für mehr Wohlbefinden, Traubenzucker hilft bei Energiedefiziten. Keinesfalls vergessen darf man den Mutterpass und den Ausweis.

Text: Claudia Eichhorn