Wir wünschen uns ein Baby – Wege ins Familienglücklesenswert!

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Wir wünschen uns ein Baby – Wege ins Familienglück

Und plötzlich ist er da – der Kinderwunsch. Zwei Menschen, die sich bis eben noch als Paar genügten, stellen fest, dass da noch etwas fehlt zum Glück. Erfreulicherweise entscheiden sich auch in unseren komplizierten, manchmal nicht besonders kinderfreundlichen Zeiten immer wieder Paare für eine Erweiterung ihrer Familie. Bevor es jedoch losgeht mit der Familienplanung, gilt es die eigene Entscheidung gründlich zu prüfen. Man(n) und Frau sollten sich nicht leichtfertig für ein Baby entscheiden. Ein Kind grosszuziehen und zu begleiten auf seinem Weg ins Leben ist oft genug anstrengend, schwierig und nervenaufreibend. Wer sich hier nur mit halber Überzeugung dem Herzenswunsch eines Partners anschliesst, um diesen vielleicht nicht zu enttäuschen oder gar zu verlieren, wird bei der Bewältigung seiner elterlichen Pflichten möglicherweise schnell scheitern.

Vom Gedanken zur Tat

Nichts ist leichter als ein Kind zu zeugen?! Wir werden sehen…. Es ist allgemein bekannt, dass es bestimmte Zeiten im weiblichen Zyklus gibt, die besonders zur Empfängnis geeignet sind. Jeder Frauenarzt kann dazu umfassende Erklärungen geben und bei der Berechnung behilflich sein. Viele Paare träumen von einem Kind, in Liebe gezeugt und zwar optimalerweise noch zu einem Zeitpunkt, der die Geburt im passenden Sternzeichen nach sich zieht. Dennoch stellen sich Schwangerschaften nach ganz eigenen Regeln ein; die Situation, in der alles sofort auf Anhieb und planungsgerecht klappt, bildet die Ausnahme. Üblicherweise verstreichen 3 bis 6 Monate, bis aus dem Wunsch und den Bemühungen tatsächlich ein Kind entsteht. «Eltern in Planung» tun gut daran, bei der Verwirklichung ihres Kinderwunsches geduldig mit sich umzugehen und sich keinerlei inneren Druck aufzubauen, sondern entspannt den sinnlichen Weg zum Ziel zu geniessen.

Es klappt nicht – was nun?

Auch wenn augenscheinlich ein anderer Eindruck entsteht – jedes fünfte Paar hat Schwierigkeiten, spontan schwanger zu werden. Kaum jemand spricht darüber, erscheint doch eine eingeschränkte Fruchtbarkeit schnell als Makel – oft auch in den eigenen Augen. Unser Leben hat sich in seinen Abläufen und Strukturen über die letzten Jahrzehnte erheblich verändert und stellt oft hohe Anforderungen an unsere Körper und Seelen. Auch hierin können Ursachen für das Ausbleiben der Schwangerschaft liegen – Stress und eine ungesunde Lebensweise gehören zu den häufigsten Auslösern. Sofern keine offenkundigen gesundheitlichen Probleme vorliegen, sind Anlaufzeiten von bis zu 12 Monaten keine Seltenheit, Oft stellt sich der Nachwuchs überraschend ein, wenn der Kinderwunsch wegen der vermeintlich fehlenden Erfolgsaussichten verschoben oder aufgehoben wird. Nach einem Jahr vergeblicher «Liebesmüh» kann der Besuch beim Facharzt weiterhelfen. Bei beiden Partnern wird dort die Produktion vermehrungsfähiger Zellen überprüft und ausgewertet. In fast allen Fällen ist eine Therapie möglich, die über kurz oder lang zum heissersehnten Wunschbaby führt.

Alternativen zum natürlichen Weg

Die moderne Medizin ermöglicht vieles – auch Schwangerschaften unter nicht ganz perfekten Ausgangssituationen. Angefangen bei einmaligen Hormongaben oder längerfristigen Behandlungen bis hin zur In-Vitro-Befruchtung ausserhalb des Körpers – wer sich ein Baby wünscht, hat viele Chancen. Basis für den Erfolg sind hier vor allem ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zum Arzt, Geduld und eine gehörige Portion Optimismus. Natürlich können Rückschläge passieren, Frust und Verzweiflung gehören dazu. Der Weg zum Wunschbaby führt manchmal eben nicht einfach geradeaus, sondern über Umwege. Wichtig ist, dass man ihn gemeinsam beschreitet, sich nicht unterkriegen lässt und sein Ziel nicht aus den Augen verliert.

Text: Claudia Eichhorn