Sterilitätsbehandlunglesenswert!

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Sterilitätsbehandlung

Ein unerfüllter Kinderwunsch hat oft starke seelische Folgen. Wenn sich dieser Wunsch über längere Zeit nicht erfüllt, löst dies oft eine schmerzliche Krise beim Paar aus. Vor allem geraten Frauen durch die seelische Belastung aus ihrem inneren und äusseren Gleichgewicht. Das Auf und Ab zwischen Hoffnung und Enttäuschung, Euphorie und Frustration kostet viel Kraft und Energie. Der unerfüllte Kinderwunsch stellt die bisherige Lebensplanung in Frage und blockiert über längere Zeit gemeinsame wie individuelle Pläne für die Zukunft. Es bleibt wenig Raum und Energie für das Leben ausserhalb des Kinderwunsches.

Mögliche Ursachen einer Sterilität bei der Frau

  • Hormonelle Störungen, ausgehend von Eierstöcken, Hirnanhangsdrüse, Stammhirn, Schilddrüse, Nebennierenrinde oder Bauchspeicheldrüse
  • Organische Ursache, wie Eileiterverschluss, Endometriose, Myome oder Formabweichungen der Gebärmutter

Mögliche Ursachen der Sterilität beim Mann

  • Hormonelle Störungen
  • Organische Ursachen, wie Verschluss der Samenwege, Folge von Hodenentzündungen, z.B. Mumps, Krampfadern oder Hodenhochstand.
Es gibt aber noch ganz andere Gründe wie z.B. der Einfluss von Psyche, Stress und Umwelt, sowie gewisse Medikamente und Genussmittel, insbesondere Alkohol und Nikotin.

Die Sterilitätsabklärung bezieht von Anfang beide Partner ein und beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Grundsätzlich müssen für eine Schwangerschaft 3 Grundvoraussetzungen wie Regelmässiger Eisprung, Genügend befruchtungsfähige Spermien sowie Durchgängige Eileiter erfüllt sein.

Behandlungen

Bei einem verspäteten oder sogar ausbleibenden Eisprung der Frau, kann die Anregung der Eireifung und des Eisprungs mittels Hormonbehandlung gefördert werden.

Ist die Ursache eher eine leichte bis mässige männliche Fruchtbarkeitsstörung, so können aufbereitete Samen direkt in die Gebärmutter eingebracht werden. Dieses Verfahren nennt man Insemination. Dadurch dass die aufbereiteten gut beweglichen und befruchtungsfähigen Spermien direkt in der Gebärmutterhöhle deponiert werden, müssen sie den manchmal zähen Schleim im Gebärmutterhals nicht überwinden. Es finden sich schliesslich mehr „gute" Spermien am Ort der Befruchtung, im Eileiter. Weiter gibt es die Möglichkeit einer In-Vitro-Fertilisation. Das bedeutet, die Vereinigung der aus dem Eierstock entnommenen Eizellen mit den Samenzellen des Mannes geschieht ausserhalb des Körpers also im Reagenzglas.