Kinderkrankheitenlesenswert!

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Kinderkrankheiten

Scharlach

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine Akute bakterielle Erkrankung mit einem charakteristischen Hautausschlag. Es besteht eine mehrfache Ansteckungsgefahr in jedem Alter.

Wie wird die Kinderkrankheit erkannt und was ist zu tun:
Scharlach beginnt meist mit hohem Fieber, Hals- und Schluckbeschwerden, Der Rachen ist gerötet und die regionalen Lymphknoten schwellen an. Am Anfang entsteht ein weisslicher Belag auf der Zunge, nach drei bis vier Tagen wird sie stark gerötet (Himbeerzunge). Der charakteristische Hautausschlag tritt ein bis zwei Tage nach Erkrankungsbeginn auf, was oft mit einem weiteren Fieberschub verbunden ist. Der Ausschlag beginnt meist am Hals und geht dann auf den ganzen Körper über. In den Achselhöhlen und Leistenbeugen ist der Ausschlag am deutlichsten.

Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen verstreichen 2-7 Tage. Ohne Therapie mit Antibiotika sind die Kinder über mehrere Wochen ansteckend! Unter Behandlung mit Penicillin besteht nach 24h keine Ansteckungsgefahr mehr.

Dreitagefieber

Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die meist in den ersten drei Jahren auftritt. Wer einmal am Dreitagefieber erkrankt, ist lebenslang immun.

Wie wird die Kinderkrankheit erkannt und was ist zu tun:
Das Dreitagefieber beginnt mit plötzlichem Fieberanstieg bis 40°C und höher. Das Fieber bleibt konstant hoch  oder schwankt und fällt nach 3-4 Tagen wieder plötzlich ab. Typisch ist ein Ausschlag am Körper.
Es können Fieberkrämpfe aufgrund der plötzlichen Temperaturerhöhung entstehen. legen sie Ihr Kind auf den Boden, damit es ungehindert atmen kann und sich nicht verletzt. Rufen Sie sofort Ihren Arzt an, auch wenn der Anfall nur kurz war und das Kind sich anschliessend wieder erholt hat.

Hilfreich sind Fiebersenkende Massnahmen, ansonsten muss das Dreitagefieber nicht weiter medizinisch behandelt werden. Wichtig ist, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, denn durch das Fieber ist der Flüssigkeitsverlust sehr gross.

Mumps

Mumps ist eine Viruserkrankung. Ansteckungsgefahr besteht 6 Tage vor dem Auftreten der typischen Symptome bis 14 Tage danach. Die Infektion ist am häufigsten zwischen dem 6. und 15. Lebensjahr und bewirkt normalerweise eine lebenslange Immunität. 
 
Wie wird die Kinderkrankheit erkannt und was ist zu tun:
Oft gehen Symptome wie Kopf- und Halsschmerzen voraus. Zuerst schwillt eine der Ohrspeicheldrüsen an, wobei die andere bereits nach Stunden oder Tagen folgt.
 
Vorsicht ist bei Jungen in der Pubertät geboten, da eine Gefahr der Hodenentzündung mit drohender Sterilität besteht.

Masern

Diese Viruserkrankung kommt auf der ganzen Welt vor. Masern sind hoch infektiös. Infizierte sind bereits ansteckend, wenn bei ihnen die Krankheit gar noch nicht ausgebrochen ist. Sie haben den typischen Hautausschlag noch nicht entwickelt und wissen daher noch nicht, dass sie an Masern erkrankt sind. Aus diesem Grund ist die Neuinfektion auch so schwierig zu verhindern. Betroffen sind meist Kinder im Alter zwischen 5 und 10 Jahren. Eine Infektion bewirkt normalerweise eine lebenslange Immunität.

Wie wird die Krankheit erkannt und was ist zu tun: 

  • 1.Phase: ca. 10 Tage nach Masernkontakt beginnen die Patienten, sich krank zu fühlen. Sie entwickeln Fieber, Schnupfen, Bindehautentzündung, tränende Augen, geschwollene Augenlider, sind lichtscheu und haben Husten. Dieses Stadium dauert 3 bis 5 Tage. Ein für Masern typisches Zeichen sind sogenannte Koplik-Flecken. Sie treten etwa 1 bis 2 Tage vor der Entwicklung des typischen Hautausschlages auf.
  • 2.Phase: Die Patienten entwickeln einen Hautausschlag mit roten bis violetten, unregelmässig geformten Flecken. Typischerweise beginnt der Hautausschlag hinter den Ohren und breitet sich dann über Gesicht, Nacken und den restlichen Körper aus. Manchmal kann es auch zu einer leichten Schuppung kommen. Der Ausschlag bleibt für etwa 6 bis 7 Tage bestehen und verschwindet in derselben Reihenfolge wieder, in der er aufgetreten ist. Das Fieber ist in der Regel dann am höchsten, wenn der Ausschlag auftritt und geht 2 bis 3 Tage später zurück. In diesem Krankheitsstadium kommen auch noch weitere Symptome hinzu: Rachenentzündung, Schwellung der Lymphknoten am ganzen Körper, Vergrösserung der Milz, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen. 

Es gibt keine spezifische Therapie gegen Masern. Die Symptome werden z.B. durch fiebersenkende Massnahmen und reichliche Flüssigkeitsaufnahme behandelt. Gegen Masern gibt es eine wirksame Impfung mit sogenanntem Lebendimpfstoff. Die aktive Impfung wird meist kombiniert mit derjenigen gegen Mumps und Röteln. Erkrankt eine schwangere Frau an Masern kann es zu Fehl- oder Totgeburt führen und erhöht das Risiko für eine Frühgeburt.

Röteln

Röteln ist eine hochansteckende Viruserkrankung. Meistens tritt sie im Kindesalter auf. Röteln können ganz ohne Beschwerde ablaufen oder sich nur mit dem typischen, über den ganzen Körper verteilten Hautausschlag zeigen.
 
Wie wird die Kinderkrankheit erkannt und was ist zu tun:
Oft verläuft die Rötelninfektion beschwerde- und symptomlos. Das typischste an der Rötelnerkrankung ist der kleinfleckige Hautausschlag. Meistens beginnt er im Gesicht und breitet sich dann über den ganzen Körper aus. Der Hautausschlag verschwindet nach wenigen Tagen wieder.
Gegen das Rötelnvirus gibt es keine Medikamente, es können nur die Symptome behandelt werden.
Schwangere Frauen, die selber nie Röteln durchgemacht haben und nicht geimpft sind, müssen den Kontakt mit erkrankten Kindern unbedingt meiden, da Röteln ein grosses Risiko für das ungeborene Kind sein kann. Es kann zu Fehlbildungen kommen.

Wilde Blattern (Windpocken)

Die Windpocken oder wilde/spitze Blattern sind eine sehr ansteckende Viruserkrankung. Da Viren auch über Jahrzehnte im Körper verbleiben können, kann nach Jahren die häufig sehr schmerzhafte Gürtelrose auftreten. Ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht für schwangere Frauen (schwer verlaufende Lungenentzündung, Missbildungen beim Kind), für Neugeborene und für Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

Wie wird die Kinderkrankheit erkannt und was ist zu tun:
Der Ausschlag beginnt meist im Kopfbereich, besteht zuerst aus roten Flecken, welche sich rasch in Knötchen und dann in Bläschen umwandeln und später verschorfen. Die Windpocken sind bei Kindern eine unangenehme, aber meistens gutartige Krankheit.

Die Behandlung der Windpocken beschränkt sich meist auf die Linderung des bestehenden Juckreizes, indem kühle und feuchte Kompressen aufgelegt oder Emulsionen aufgetragen werden.