Der Sturz ist kurz – Gehirnerschütterung

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Der Sturz ist kurz – Gehirnerschütterung

Ein Sturz vom Wickeltisch oder auf dem Spielplatz, ein Unfall beim Sport oder im Strassenverkehr, schnell kann es passieren. Kleine Unfälle sind im Kindesalter unvermeidbar. Die Natur hat aber vorgesorgt. Der kindliche Schädel ist durch die noch nicht verknöcherten Schädelnähte elastisch und kann Stösse besser Abfangen. Aber wie erkennt man eine Kopfverletzung und was ist zu tun?

Beobachten Sie ihr Kind genau

Ärztliche Hilfe brauchen sie, wenn das Kind auffallend still ist, schläfrig wirkt, wenn sie leichte psychische Veränderungen feststellen, es über Kopfschmerzen klagt oder erbricht. Nach Stürzen auf den Kopf sollte man ein Kind 24 Stunden beobachten lassen. Der Arzt überprüft das Bewusstsein, Kreislauf und Pupillenreaktion in regelmässigen Abständen, um sicher zu gehen, dass sich der Zustand nicht verschlechtert.
 
Bleibt ein Kind nach einem Sturz längere Zeit bewusstlos, wirkt es verändert oder hört es womöglich sogar auf zu atmen, liegt höchstwahrscheinlich eine schwere Verletzung vor. Ertasten Sie am Kopf eine "schwappende" Beule, besteht Verdacht auf einen Schädelbruch. Es ist im ersten Moment schwierig, eine weniger schwere von einer ernsten Kopfverletzung zu unterscheiden.

Erste Hilfe nach dem Sturz

  • Lagern Sie das Kind flach, am besten auf dem Boden. Tragen Sie es nicht unnötig herum.
  • Überprüfen sie, ob beide Pupillen gleich groß sind.
  • Bei wachem Kind Bewusstsein prüfen. Stellen Sie einfache Fragen. Reagiert es so, wie Sie es kennen oder finden Sie sein Verhalten ungewöhnlich?
  • Sprechen Sie ruhig mit dem Kind, lassen Sie es nicht einschlafen.
  • Falls das Kind anfängt zu erbrechen, halten Sie die Atemwege frei.
  • Fahren Sie sofort zum Kinderarzt oder ins Krankenhaus oder rufen Sie den Arzt
  • Ist das Kind schläfrig und dämmert vor sich hin oder lässt sich eine Blutung aus einer Kopfplatzwunde nicht stillen, fahren Sie nicht selbst, sondern rufen Sie immer den Notarzt!

Bei einer Gehirnerschütterung braucht das Gehirn Ruhe um sich zu regenerieren.