Heuschnupfen Allergie bei Frauen

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Heuschnupfen Allergie bei Frauen

Verschiedene Studien der letzten Jahre haben es immer wieder gezeigt: Bei der Frau laufen die Dinge doch etwas anders als beim Mann. Das zeigt sich zwar in der Regel erst dann, wenn man gezielt danach sucht, aber der Nutzen solcher Forschungen ist unumstritten. Neue Ergebnisse in den Bereichen Allergie und Asthma können sogar helfen, Leben zu retten.

Einfluss von Hormonen

Bei kleinen Mädchen ist Heuschnupfen deutlich seltener zu beobachten als bei gleichaltrigen Jungs. Im Laufe eines Lebens kehrt sich diese Tatsache allerdings um. Man vermutet, dass Östrogene die Immunabwehr stimulieren. So haben Frauen während Ihrer Menstruation vermehrt mit Heuschnupfen und anderen allergischen Erscheinungen zu kämpfen. Studien zeigen, dass während der Einnahme von Hormonen gegen Beschwerden der Wechseljahre die Belastung durch allergische Reaktionen und Hautausschlägen deutlich zunehmen.
Diese Ergebnisse sind nicht nur interessant, sondern können auch lebensrettend sein. Es wurde unter anderem festgestellt, dass Asthma-Anfälle während einer Schwangerschaft bis zu einem Drittel häufiger auftreten. Durch eine entsprechende medizinische Versorgung der Patientin im Vorfeld könnten solche Notfälle und damit verbundene Gefahren vermieden werden.

Folgen von Heuschnupfen bei Schwangeren

Eine kanadische Studie belegt, dass Asthma-Anfälle während der Schwangerschaft nicht nur die werdende Mutter sondern auch das Ungeborene schädigen können. Fast 10% der Neugeborenen wiesen Fehlbildungen am Herz oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten auf. Bei Müttern, die während der Schwangerschaft einen akuten Asthma-Anfall hatten, lag die Quote der Fehlbildungen sogar bei fast 13%. Als Ursache vermutet man Durchblutungsstörungen der Placenta. Durch eine fachgerechte medizinische Versorgung solcher werdenden Mütter können derartige Risiken vermieden werden und Leben gerettet werden.
 
Tatsächlich hat man beobachtet, dass es speziell im Rahmen einer Schwangerschaft zu allergischen Reaktionen auf die eigenen Östrogene kommt. Man hat dazu bei schwangeren Frauen einen klassischen Allergietest auf den Armen durchgeführt. Unter anderem hat man hier auch eine östrogenhaltige Lösung aufgetragen auf die mehr als zwei Drittel der getesteten Frauen mit Hautausschlag reagierten. Kommt es während einer Schwangerschaft zu einer derartigen allergischen Reaktion kann der Körper ohne medizinisches Eingreifen als Folge die «Notbremse ziehen» und die Schwangerschaft abbrechen.

Fazit

Es wird heute noch sehr viel spekuliert, aber die ersten neuen Erkenntnisse zeigen uns auch, dass es noch sehr viele Zusammenhänge gibt, die man bis vor kurzem überhaupt nicht kannte. Sicher ist es lohnenswert, diesen Forschungsbereich weiter auszubauen, um mögliche Komplikationen besonders in Zeiten von Schwangerschaften erfolgreicher zu vermeiden. 
 
Text: Daniel D. Eppe