Familienapotheke – Was gehört hinein?

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Familienapotheke – Was gehört hinein?

Eine Familienapotheke, die das Nötigste zur Behandlung von kleinen Erkrankungen oder Beschwerden bereithält, sollte in keinem Haushalt fehlen. Was aber gehört unbedingt in die Familienapotheke hinein? Was darf keinesfalls fehlen, wenn auch Kinder problemlos behandelt werden sollen?

Arzneien für kleinere Beschwerden

Natürlich ersetzt eine Familienapotheke keinen Arzt. Kleinere Beschwerden können allerdings auch ohne Probleme zu Hause behandelt werden. Zu diesem Zweck sollte die Familienapotheke einen gewissen Grundstock gängiger Arzneien beinhalten. Unter anderem dürfen Cremes für Insektenstiche oder Sonnenbrände nicht fehlen. Für kleinere Verletzungen sollte ein Desinfektionsmittel vorhanden sein. Zäpfchen oder Tabletten gegen Schmerz helfen bei verschiedenen Erkrankungen, sinnvoll ist die Verwendung von Präparaten, die zusätzlich fiebersenkend wirken. Für Erkrankungen des Verdauungstraktes sollten Präparate gegen Durchfall und Erbrechen bereit gehalten werden. Für die klassische Erkältung dürfen natürlich Mittel gegen Husten, Schnupfen oder auch grippale Infekte keinesfalls vergessen werden.

Auch Verbandsstoffe sind wichtig

Keiner will es und doch passiert es: Eine kleine Verletzung beim Zwiebelschneiden oder ein offenes Kinderknie beim Spielen. Für solche Notfälle muss sich immer eine Grundausstattung an gängigen Verbandsmaterialien in der Familienapotheke befinden. Dazu gehören nicht nur Pflaster in verschiedenen Grössen, sondern auch eine Auswahl an Mullbinden, Verbandspäckchen und elastischen Binden. Zusätzlich ist immer ein Set zur Behandlung von Brandwunden zu empfehlen. Für kleinere Wunden eignen sich besonders gut Wundschnellverbände.

Die Familienapotheke für Kinder

Kinder benötigen erfahrungsgemäss hauptsächlich Pflaster oder kleine Verbände aus der Familienapotheke. Wenn sich allerdings doch eine innere Erkrankung einstellt, sollten einige Mittel zur Verfügung stehen, die besonders für Kinder geeignet sind. Vor allem für Kleinkinder sollte ein Mittel gegen Zahnbeschwerden vorhanden sein. Das Heranwachsen der ersten Zähne kann durchaus schmerzhaft sein. Fieber behandelt man bei Kindern am besten mit entsprechenden Zäpfchen. Einige leichte Erkältungsmittel und Salbe gegen wund-geputzte Nasen dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Teilweise können auch konventionelle Arzneien bei Kindern verwendet werden, sofern die Dosierung angepasst wird. Hier klärt ein Gespräch mit dem Kinderarzt schnell alle offenen Fragen.

Was gehört ausserdem in die Familienapotheke?

Um vor allem kleinere Verletzungen richtig behandeln zu können, muss auch an einige zusätzliche Hilfsmittel und Instrumente gedacht werden. Dazu gehören eine Verbandsschere, Sicherheitsnadeln, Wattestäbchen, Mundspatel und ein Fieberthermometer. Um Verbände richtig und sicher anbringen zu können, helfen ausserdem medizinische Klebebänder. Für den Fall einer Augenverletzung sollte eine Augenklappe bereit gehalten werden. Eine Pinzette kann wertvolle Dienste leisten, wenn beispielsweise kleine Splitter aus einer Wunde entfernt werden müssen. Liegt eine Armverletzung vor, kommt das klassische Dreieckstuch zum Einsatz. Hier kann der Arm bequem eingehängt und entlastet werden.

Tipps zur Familienapotheke

Damit vor allem Medikamente ihre Wirkung nicht verlieren oder verändern, sollte die Familienapotheke an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Kinder sollten keinesfalls Zugriff auf den Inhalt der Apotheke haben können. Mindestens zweimal im Jahr sollte der Inhalt der Apotheke auf Vollständigkeit überprüft werden. Idealerweise führt man die Kontrolle vor Eintritt der kalten Jahreszeit und vor dem Sommer durch. Bei dieser Gelegenheit sollten zudem die Verfallsdaten der Arzneien kontrolliert werden. Abgelaufene Medikamente müssen entsorgt werden.

Keinesfalls dürfen Medikamente verwendet werden, die einer anderen Person verschrieben worden sind. In die Familienapotheke gehören ausschliesslich frei verkäufliche Arzneien!

Fazit

Eine rundum ausgestattete Familienapotheke darf in keinem Haushalt fehlen. Zwar erscheint so manch einem die Anschaffung und regelmässige Kontrolle einer solchen Apotheke lästig und überflüssig, im Fall einer Erkrankung oder eines kleinen Unfalls erkennt man aber schnell den wahren Wert dieser Investition. Welche Präparate und Instrumente nun letzten Endes in Frage kommen, kann durch eine Beratung in der Apotheke schnell geklärt werden. Hier kann man meistenteils sogar komplett zusammengestellte Angebote erwerben.

Text: Daniel D. Eppe