Die Hausgeburt

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Die Hausgeburt

Stellungnahme des schweizerischen Hebammenverbandes zur Hausgeburt

Seit jeher begleitete die Hebamme Frauen und Familien im häuslichen Umfeld. Diese Form der Berufsausübung, im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend durch ärztlichen Einfluss in Spitälern zentralisiert, gewinnt seit den 70er Jahren wieder an gesellschaftlichem Rückhalt. Zusätzlich stützen die Ergebnisse der Nationalfondsstudie Hausgeburt versus Spitalgeburt die Praxis der Hausgeburt. Die Hauptaussage dieser Studie lautet: Eine nach heutigem Stand der Geburtshilfe betreute, selektionierte Hausgeburt beinhaltet keine grösseren Risiken für Mutter und Kind als die Geburt im Spital.

Die Hebamme leistet mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag an die Gesund- heitsförderung während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Säuglingszeit durch Beratungen bei der Ernährung, Gesundheitsvorsorge, Stillförderung usw. Hausgeburten führen zu einer Senkung der Gesamtkosten im Gesundheitswesen, weil Hebammen die Geburt als physiologisches Ereignis auffassen, welches in der Regel wenig Eingreifen benötigt. Zudem ist erwiesen, dass Geburten in vertrauter Umgebung komplikationsloser verlaufen. Bei Hausgeburten ist die ganze Familie mit ihren Ressourcen beteiligt.
Der Schweizerische Hebammenverband unterstützt Hausgeburten, wenn folgende Kriterien berücksichtigt werden:
  • Schwangere ohne Risiken
  • Spital in kurzer Zeit erreichbar
  • Berufserfahrung und kontinuierliche Fortbildung der Hebamme
  • angemessene Infrastruktur der Hebamme für Mutter und Kind