Baby – Ab wann feste Nahrung?

Bewerte diesen Artikel

12 Bewertungen

 


Baby – Ab wann feste Nahrung?

Ein Kind zu bekommen ist für jede Mutter und jeden Vater sicherlich eines der schönsten Gefühle überhaupt. Natürlich möchte man nun alles tun, damit sich der kleine Erdenbürger vom ersten Tag an so wohl wie nur möglich fühlt. Eine wichtige Komponente hierbei ist die Ernährung des Babys. Aber gerade hier sind viele Eltern von Unsicherheit geplagt. Ernähre ich meinen kleinen Liebling gesund genug und ab wann soll die Umstellung auf feste Nahrung erfolgen? Keine Bange, mit ein paar einfachen Tipps und Tricks finden Sie heraus, wann Ihr Nachwuchs bereit für den ersten Brei ist.

Die erste feste Nahrung

Einige Experten meinen, dass die erste feste Nahrung zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensmonat verabreicht werden kann. Spätestens danach wird Ihr Baby von selbst nach einer Breikost verlangen, denn Milch alleine macht nun nicht mehr satt. Da Muttermilch und Milchnahrung leicht verdaulich sind und zudem alle Nährstoffe enthalten, die ein Baby benötigt, kann mit der Einführung der festen Nahrung ruhig bis zum sechsten Monat gewartet werden. Ausserdem neigen Stillbabys weniger oft zu Allergien.

Der richtige Zeitpunkt

Sie überlegen schon seit einiger Zeit, Ihr Kleines mit einem Brei zu verwöhnen, sind sich aber unsicher, ob das Kind dazu schon bereit ist? Achten Sie auf folgende Hinweise, dann werden Sie sehr schnell merken, ob bereits Interesse an mehr Abwechslung am Speiseplan besteht:
  • Ihr Baby kann seinen Kopf schon alleine oben halten! Das ist wichtig, denn eine ruhige und aufrechte Position des Kopfes ist für das Füttern mit einem Löffel notwendig.
  • Das Kind kann gerade und ohne Hilfe sitzen. Am Anfang ist vielleicht noch etwas Hilfe gefragt, später kann dann ein Hochstuhl benutzt werden.
  • Ihr Nachwuchs macht bereits Kaubewegungen. Um festere Nahrung aufnehmen zu können, muss das Baby das Essen im Mund nach hinten drücken und schlucken können. Wurde dies erlernt, wird zudem auch das Speicheln nachlassen.
  • Eine gesunde Gewichtszunahme wurde erreicht. Halbfestes Essen wird von den meisten Babys dann vertragen, wenn das Geburtsgewicht verdoppelt wurde. Dies kann auch schon vor dem sechsten Monat der Fall sein.
  • Ihr Baby interessiert sich für das, was Sie essen. Das Kind beginnt bereits damit, Ihre Mahlzeit zu «begutachten» und versucht danach zu greifen.

Gesunde Ernährungsgewohnheiten

Babys sind sehr lernfähig, das betrifft auch die Ernährungsgewohnheiten. Daher spricht nichts dagegen, wenn Sie Ihrem Kind bereits im Kleinstkinderalter das Lernen durch gewisse, einfache Regeln erleichtern:
  • Bieten Sie dem Nachwuchs die verschiedensten Lebensmittel an.
  • Achten Sie darauf, das Kleine nicht zu viel zu füttern, das könnte verhindern, dass das Baby Lust hat, neue Lebensmittel zu probieren.
  • Mischen Sie verschiedene eiweiss- und kohlenhydratreiche Lebensmittel, Gemüse und Früchte.
  • Zucker, Salz, Fettiges oder extrem gewürzte Speisen sind zu vermeiden!
  • Denken Sie daran, dass ein Kind nie mit Essen belohnt oder bestraft werden sollte. Umarmungen und Aufmerksamkeit sind in Vielzahl erlaubt.
  • Auch Essen muss erlernt werden!

Wie oft am Tag ist feste Nahrung sinnvoll?

Sieben Monate alte Kleinkinder sollten dreimal am Tag halbfeste Nahrung erhalten. Auf einem typischen Speiseplan stehen sollten weiterhin Muttermilch oder Säuglingsnahrung mit Eisenzusatz, kleine Mengen ungesüsste Säfte gut verdünnt und abgekocht und viel Gemüse wie Kartoffeln, Brokkoli, Spinat, Karotten oder Kürbis. Auch kleine Mengen Fleisch, Wurst, Fisch, Joghurt, hartgekochtes Ei oder Käse (mit Ausnahme von Briekäse und allen Schimmelkäsesorten) werden gerne angenommen. Vergessen Sie nicht auf Obst!

Achtung vor Honig bei Babys!

Babys unter einem Jahr sollten Sie möglichst keinen Honig verabreichen.

Denn für Kleinstkinder besteht das Risiko, dadurch eine bakterielle Lebensmittelvergiftung zu erleiden, die unter Umständen tödlich enden kann.

Text: Sabine Trach