Ihr Baby ist 11 Monate alt

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Ihr Baby ist 11 Monate alt

Die Entwicklung des Kindes

Der ganze Körper Ihres Babys ist auf Bewegung aus. Krabbeln, sitzen, aufstehen, erste Schritte – Stillstand gibt es nicht im turbulenten Alltag. Unterstützen Sie den kleinen Entdecker, aber lassen Sie ihn das Tempo selbst bestimmen. Manche Babys können mit zehn Monaten bereits laufen, manche lernen es erst mit 13 oder 14 Monaten.
 
Auch wenn es oft nicht so scheint: Einfache Anweisungen kann Ihr Kind durchaus schon verstehen. Wenn es Sie ignoriert, versuchen Sie sparsam mit dem Wort «nein» umzugehen, auch wenn das vermutlich das Wort ist, das Sie in dieser Zeit ständig verwenden könnten. Lenken Sie Ihr Kind lieber ab, wenn es etwas tut, was Sie nicht möchten und heben Sie das «Nein» für wirkliche Gefahrensituationen auf, damit es seinen Wert behält. Und vergessen Sie nicht, dass das Gedächtnis Ihres Kindes noch nicht fertig entwickelt ist und es vieles von dem, was Sie ihm heute erklärt haben, morgen schon wieder vergessen hat.
 
Ihr kleines Plappermäulchen will ständig kommunizieren. Fördern Sie seine Sprachentwicklung, indem Sie viel mit ihm reden und alles kommentieren, was Sie gerade tun. Wenn es in seiner Babysprache etwas verlangt, dann wiederholen Sie es mit richtigen Worten: «Wawa!» – «Du möchtest deine FLASCHE?» Plappern Sie nicht die Babysprache nach, auch wenn es noch so süss klingt. «Mama» und «Papa» kann Ihr Baby jetzt schon passend gebrauchen, wobei manche Kinder zwischen beiden Begriffen noch nicht unterscheiden. Wiegenlieder und Fingerspiele mit passendem Gesang erfordern keine künstlerischen Glanzleistungen, aber Sie helfen Ihrem Kind, durch Schlüsselwörter und feste Phrasen Zusammenhänge herzustellen.

Das Leben der Eltern

Ihr Kind wird nicht nur älter, es wird auch schwerer! Zwar versucht es schon die ersten eigenen Schritte, doch Sie werden es noch viel umhertragen, aufnehmen und absetzen und dabei merken, dass es allmählich anstrengend wird. Achten Sie darauf, gesundheitsschonend vorzugehen, gehen Sie in die Hocke, wenn Sie Ihr Kind hochheben wollen. Wechseln Sie die Hüften, wenn Sie es darauf setzen, sonst belasten Sie sich einseitig und werden Schmerzen bekommen. Am besten tragen Sie es über lange Strecken in einer speziellen guten Babytrage, die auf den Rücken oder vor die Brust geschnallt wird. Unterstützen Sie Ihre Rückenmuskulatur durch Dehn- und Kraftübungen. Gegen schmerzende Glieder helfen ein warmes Bad, etwas Rotlicht oder eine sanfte Massage.
 
Kinder lieben feste Abläufe und Rituale. Überlegen Sie einmal, wie eindrücklich Ihnen aus Ihrer Kindheit manche wiederkehrenden Ereignisse und Traditionen in Erinnerung geblieben sind. Ob es grosse Dinge sind wie das Feiern des Weihnachtsfestes oder der Geburtstage oder kleine alltägliche Dinge wie das Beten vor dem Essen, das gemeinsame Kuscheln am Abend, der samstägliche Ausflug zum Entenfüttern. Egal, ob Sie alte Traditionen wieder aufleben lassen oder Ihre eigenen Gewohnheiten entwickeln, es wird Ihnen als Familie guttun, etwas Gemeinsames zu haben, das Sie verbindet und es wird Ihrem Kind Sicherheit durch einen festen Rahmen geben.

Tipps für die Eltern

Kinder sind Weltmeister im Nachmachen. Nutzen Sie das aus, wenn Ihr Kind etwas tun soll, was es nicht mag. Wenn Sie beispielsweise sein Gesicht waschen wollen und es mag das nicht, dann waschen Sie zunächst Ihr eigenes Gesicht und dann seins. So wird es zu einem Spiel und nicht zu einer Pflicht.
 
Text: Petra Kaiser